Wie alles begann…

Zwischen Herz, Hand und Kopf
– Die faszinierende Welt von Jörg und Susanne Weidner und der Kampfkunstpädagogik

Wenn man an Kampfkunst denkt, haben viele Menschen sofort harte Trainingseinheiten, laute Schreie und schweißtreibende Actionfilme im Kopf. Doch dass Kampfsport weit mehr sein kann – nämlich ein wirksames Werkzeug für Persönlichkeitsentwicklung, Pädagogik und soziale Arbeit –, beweisen Jörg und Susanne Weidner eindrucksvoll. Mit ihrer Sportschule „redboat“ und ihrem Ansatz der Kampfkunstpädagogik (KKP) schlagen sie eine Brücke zwischen Bewegung und sozialem Lernen. (Podcast.de)

Doch wie fing alles an? Wie wurde aus einem Jungen mit großem Interesse an Kampfsport ein erfahrener Meister und Pädagoge?

Der Weg zum Kung-Fu: Jörg Weidners Anfänge

Jörg Weidners Faszination für die Kampfkünste entfachte bereits im frühen Alter. Schon mit acht Jahren begann er, sich intensiv mit Kampfsport zu beschäftigen. Seine Reise startete klassisch mit Karate bei Sensei Reiner Wenzel. Im Laufe der Jahre erweiterte er sein Repertoire, trainierte Kick- und Thaiboxen und erlernte sowie lehrte das japanische Nin Jitsu.

Der entscheidende Wendepunkt folgte schließlich durch einen Trainingskollegen: Jörg kam zum Wing Chun Kung-Fu. Die einfachen, logischen und extrem effektiven Bewegungs- und Verhaltensmuster dieser chinesischen Kampfkunst faszinierten ihn so sehr, dass er ihr treu blieb und sie schließlich zu seiner Lebensaufgabe machte.

Die Verbindung von Pädagogik und Kampfkunst

Neben seiner Leidenschaft für den Sport galt Jörgs Interesse schon früh auch dem sozialen Bereich. Er absolvierte eine Ausbildung im sozialen Sektor und schloss später ein Studium der Sozialpädagogik mit Diplom ab.

Dabei stellte er fest, wie perfekt sich seine Welten ergänzen. Er erkannte, dass Kampfkunst weit mehr ist als reine Selbstverteidigung:

  • Regeln und Disziplin geben Halt.

  • Bewegung schult das Körperbewusstsein.

  • Herz, Hand und Kopf werden gleichermaßen gefordert.

Gemeinsam mit Susanne Weidner – die als staatlich anerkannte Erzieherin und Diplom-Sozialpädagogin (Universität Bamberg) ebenfalls tief im sozialen Bereich verwurzelt ist – entstand die Vision einer ganzheitlichen Schule.

Die Sportschule „redboat“ und die Kraft der Gemeinschaft

Zusammen bauten Susanne und Jörg Weidner die Sportschule redboat auf. Ihr Ziel war es, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen aller Altersgruppen – vom Kind bis zum Erwachsenen – über die Kampfkunst wachsen können.

Das Besondere an ihrem Konzept: Sie begeistern und erreichen damit ganz unterschiedliche Menschen, darunter auch viele Fachkräfte aus sozialen Berufen wie Erzieherinnen, Erzieher oder Therapeuten. Inzwischen fließen ihre Ansätze sogar direkt in die Ausbildung ein – so wird Kampfkunstpädagogik (KKP) beispielsweise als Zusatzqualifizierung an Fachschulen für Sozialpädagogik und Sozialwesen unterrichtet.

Fazit

Jörg und Susanne Weidner zeigen mit ihrem Projekt auf inspirierende Weise, dass Kampfkunst und Pädagogik Hand in Hand gehen können. Sie vermitteln nicht nur Techniken zum Schutz, sondern vor allem Werte fürs Leben: Respekt, Selbstkontrolle, Achtsamkeit und inneren Halt. Ein echtes Herzensprojekt, das zeigt, wie Bewegung den Menschen ganzheitlich prägen kann.

Hättest du gedacht, dass Kampfkunst so viel mehr sein kann als Sport? Schreib deine Gedanken gerne in die Kommentare!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert